Junggesellenabschied in der Schweiz

Für den Junggesellenabschied – in der Schweiz meist Polterabend genannt – haben wir die vier grössten Ausgeh-Städte von Grund auf neu aufbereitet: handverlesene Bars, Clubs, Beizen und Aktivitäten statt Listenware, dazu eine interaktive Karte, echte Kosten pro Person in Franken und erprobte Touren-Vorlagen. Egal ob Männerrunde, Junggesellinnenabschied oder gemischte Truppe: Sucht euch eure Stadt aus und stellt euer Programm in Minuten zusammen.

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Junggesellenabschied in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Vergleich

Egal ob ihr euren Junggesellenabschied in der Schweiz oder im Nachbarland feiert: Kosten, Begriffe und Sperrstunden unterscheiden sich in der DACH-Region deutlicher, als man denkt. Hier sind die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick, damit ihr besser planen und vergleichen könnt.

Was kostet ein Junggesellenabschied in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
In Deutschland landen die meisten Gruppen bei rund 100 bis 200 Euro pro Person, und die Spanne ist riesig: Ein gemütlicher Abend zu Hause ist ab etwa 30 Euro machbar, eine Kneipentour kostet ungefähr 80 Euro, und ein ganzes Wochenende mit Anreise und Übernachtung treibt das Budget schnell auf 400 bis 500 Euro pro Kopf (konfetti, Pissup). Österreich bewegt sich auf einem sehr ähnlichen Niveau, gerade in Wien oder Salzburg. Die Schweiz ist spürbar teurer: Getränke, Restaurants und Hotels kosten in Franken deutlich mehr, deshalb solltet ihr für einen vergleichbaren Abend in Zürich oder Luzern klar über dem deutschen Schnitt kalkulieren. In allen drei Ländern gilt die ungeschriebene Regel, dass die Gruppe die Kosten des Hauptgastes übernimmt, damit Braut oder Bräutigam den Tag nicht selbst bezahlen muss.
„Polterabend“ oder „Junggesellenabschied“? Die Begriffe im Vergleich
In Deutschland sagt fast jeder Junggesellenabschied oder kurz JGA. In Österreich und der Schweiz hört ihr dagegen sehr oft „Polterabend“, „Poltern“ oder „Poltertag“, und gemeint ist meistens dasselbe wie der deutsche JGA (austriawedding.at, hochzeits-tipps.ch). Streng genommen sind es zwei Wurzeln: Der klassische Polterabend war ein gemeinsames Fest des Brautpaars, bei dem Porzellan zerschlagen wird, weil die Scherben Glück bringen sollen. Der Junggesellenabschied ist die jüngere, ausgelassenere Variante nur für die Freundinnen oder Freunde des Hauptgastes (gegenwashilft.de). Im Alltag verschwimmen die Begriffe längst, gerade in der Werbung wird in der ganzen DACH-Region einfach „JGA“ verwendet.
Wie wird in DACH typischerweise gefeiert?
Der Ablauf ähnelt sich überall: einheitliche T-Shirts mit Spruch, ein Kostüm für den Hauptgast, eine Tour durch Bars und Clubs und mindestens eine gebuchte Aktivität am Tag. In der Schweiz ist ein Verkaufsspiel besonders beliebt, bei dem die Braut oder der Bräutigam Kleinigkeiten wie Feuerzeuge oder Süßigkeiten an Passanten verkauft und das Geld in den Abend fließt (hochzeits-tipps.ch). Meistens bleibt es bei einem Freitag- oder Samstagabend ein bis zwei Wochen vor der Hochzeit, wer es größer mag, fährt für ein Wochenende in eine andere Stadt oder ins Ausland. Diese Grundzutaten funktionieren in Hamburg genauso wie in Wien oder Zürich, nur die Kulisse wechselt.
Sperrstunden und Ausgehzeiten: Wo geht die Nacht am längsten?
Hier liegen die größten Unterschiede, und sie entscheiden mit, wie lange eure Nacht dauert. In Deutschland gibt es in vielen Bundesländern gar keine gesetzliche Sperrstunde, darunter Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, während etwa Baden-Württemberg eine Sperrzeit von 3 bis 6 Uhr vorschreibt (Wikipedia). In Österreich regeln das die Bundesländer: Bars und Diskotheken schließen in Oberösterreich, im Burgenland, in Kärnten und in Salzburg um 4 Uhr, in Niederösterreich und der Steiermark um 5 Uhr und in Tirol erst um 6 Uhr; in Wien dürfen Bars bis 4 und Clubs bis 6 Uhr offen halten (wien.gv.at). In der Schweiz entscheiden die Kantone: Zürich hat die Polizeistunde schon 1997 abgeschafft, Basel-Stadt hat sie 2005 wegen Lärmklagen wieder eingeführt (Wikipedia, Nau.ch). Prüft die örtliche Regel also vorher, sonst steht ihr früher auf der Straße als geplant.